Unser Leitspruch: „Kleine Schuhe wachsen durch große Hände“
Im Mittelpunkt unserer Arbeit steht das Kind als Einzelpersönlichkeit in seiner Individualität und Komplexität. Aus diesem Grund haben die Kinder jederzeit die Möglichkeit ihre Meinung zu äußern und sich selbst als Akteur sowie Konstrukteur ihres eigenen Lebens zu sehen.
Als Leitfaden unserer Arbeit dient u.a. der sächsische Bildungsplan. Durch gezielte Beobachtungen greifen wir aktuelle Interessen und Themen der Kinder auf und entwickeln daraus gemeinsam Projekte, die wir vertiefen und weiterentwickeln.
Ebenso spielt die Integrationsarbeit bei uns eine wichtige Rolle. Im gemeinsamen Alltag von Kindern mit und ohne Beeinträchtigungen erfahren die Kinder Vielfalt als etwas Selbstverständliches. So lernen sie früh, Unterschiede wertzuschätzen und respektvoll miteinander umzugehen.
Zudem hat die intergenerative (generationsübergreifende) Pädagogik bei uns einen festen Platz. Durch gemeinsame Aktivitäten mit den Bewohnern des benachbarten Altenpflegeheims bzw. des betreuten Wohnens entstehen wertvolle Begegnungen. Diese fördern gegenseitiges Verständnis, ermöglichen neue Lernerfahrungen und wirken sozialer Distanz entgegen.
Unser teiloffenes Konzept bietet den Kindern Sicherheit und Freiraum zugleich: Sie haben einen festen Platz in ihrer Stammgruppe und können sich gleichzeitig innerhalb eines verlässlichen Rahmens frei und selbstbestimmt zu bewegen und ihren Interessen nachgehen.
Ein weiterer Schwerpunkt unserer pädagogischen Arbeit ist das Kneipp-Konzept. Auf Grundlage der fünf Säulen nach Sebastian Kneipp – Wasser, Bewegung, Ernährung, Heilpflanzen und Lebensordnung – fördern wir ganzheitlich die Gesundheit und das Wohlbefinden der Kinder. Spielerisch und alltagsnah sammeln die Kinder Erfahrungen, die ihr Körperbewusstsein stärken und ihnen einen gesunden Lebensstil näherbringen.
Wichtiges Grundprinzip für unsere Arbeit mit den Kindern ist es, dass sich diese bei uns wohlfühlen! Für uns Pädagogen bedeutet dies:
- Das Kind so anzunehmen wie es ist, mit seinen Bedürfnissen und Eigenarten
- Einen liebevollen und partnerschaftlichen Umgang zu den Kindern zu pflegen
- Das Kind ernst nehmen, seinen Willen, seine Persönlichkeit und Gefühle respektieren
- Die Bedürfnisse der Kinder erkennen und entsprechend zu handeln
- Die Beziehung einer Erziehungspartnerschaft zu den Eltern
- Vorbild im täglichen Miteinander sein
- Die Kinder in die pädagogische Arbeit bzw. Planung einbeziehen
- Eine liebevoll hergerichtete Umgebung schaffen
Eingewöhnung
Unsere Eingewöhnung in der Kinderkrippe orientiert sich am Berliner Eingewöhnungsmodell. Die Dauer und Gestaltung der einzelnen sensiblen Phasen werden dabei ganz individuell vom Kind mit seinen Erfahrungen, Grundvoraussetzungen und persönlichen Entwicklungsbedürfnissen bestimmt.
- Phase: Aufnahmegespräch
- ausführliches Zusammentreffen zwischen Eltern und Leitung
- wichtige Informationen über Einrichtung
- Informationsaustausch zum Kind (Besonderheiten, Vorlieben, Stärken, ...)
- Absprache der Eingewöhnungszeit (Vorgehensweise, Beteiligung, Bedeutung) mit der späteren pädagogischen Fachkraft
- Phase: Grundphase (ca. 3 Tage)
- Kind besucht Einrichtung gemeinsam mit seiner Bezugsperson für ca. eine Stunde
- Bezugsperson verhält sich passiv, während Pädagoge versucht Kontakt zum Kind aufzunehmen
- Stabilisierung des Kindes in der neuen Situation
- Phase: Trennungsphase (ca. ab 4. Tag der Eingewöhnung)
- erster Trennungsversuch zwischen Kind und Bezugsperson für max. 30 Minuten (niemals an einem Montag!)
- Reaktion des Kindes gibt Aufschluss darüber, wie weitere Eingewöhnung verläuft
- Phase: Stabilisierungsphase
- Trennungszeitraum wird größer
- Pädagoge übernimmt einige Aufgaben der Bezugsperson
- dies ermöglicht Stabilisierung der Beziehung zwischen Erzieher und Kind
- Phase: Schlussphase
- beginnt ab dem Zeitpunkt, ab welchem Bezugsperson nicht mehr mit in der Einrichtung bleibt
- bleibt trotzdem telefonisch erreichbar, im Fall einer Überforderung des Kindes (Bereitschaftsdienst)
- Kind protestiert zwar noch beim Verlassen der Bezugsperson, lässt sich allerdings schnell beruhigen und zeigt Explorationsverhalten
